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        Donnerstag - 17. September 2009
        Jahres-Pressekonferenz 2009
        „Gezielter Ausbau unseres BioScience-Geschäfts: Innovative Lösungen für Landwirte weltweit“
        Aus den Ausführungen von Dr. Joachim Schneider, Mitglied im Executive Committee von Bayer CropScience und Leiter der Business Operations-Einheit BioScience

        (Es gilt das gesprochene Wort)



        Sehr geehrte Damen und Herren,
        Pflanzen wirken in unserer hektischen dynamischen Welt digitaler Netzwerke und elektronischer Datenströme fast ursprünglich. Und etwas so Handfestes wie Saatgut scheint seit Jahrtausenden fast wie selbstverständlich schon immer so zu existieren. Auf den ersten Blick gibt es für den Laien hier wenig Veränderung. Dieser Eindruck täuscht. In unserem Geschäftsbereich BioScience forschen rund 1.000 Wissenschaftler und Züchter weltweit mit modernsten Methoden an Nutzpflanzen und entwickeln sie ständig weiter.


        (2009-1515-1)

        Nach einem kurzen Einblick in diese Welt der Pflanzenbiotechnologie möchte ich Ihnen heute zunächst unser BioScience-Geschäft vorstellen – und dann ausführlich beschreiben, wie wir es in den kommenden Jahren ausbauen wollen und welche Ziele wir uns dafür gesetzt haben.


        (2009-1515-2)

        Unsere Forscher stehen in einer Jahrtausende alten Tradition. Seit Menschen Ackerbau betreiben, verändern sie über Auswahl und gezielte Züchtung die Pflanzenwelt. Gesunde Pflanzen sind die Grundlage und zwingende Voraussetzung für allen technischen und kulturellen Fortschritt. Alles menschliche Leben ist von Pflanzen abhängig. Ohne sie wären alle Wunder der modernen Technik und Wissenschaft nutzlos: Denn Pflanzen stellen die Grundlage für die Luft zum Atmen und die menschliche Ernährung dar, die Menschheit wäre ohne sie nicht entstanden und könnte ohne sie nicht überleben. Während mittlerweile eine ausreichende und preiswerte Ernährung in vielen Regionen der Welt fast selbstverständlich geworden ist, ist das in anderen ganz und gar nicht der Fall.


        (2009-1515-3)

        Dabei ist aus dem Bewusstsein geschwunden, wie sehr die ständigen Eingriffe des Menschen seit Jahrtausenden die Pflanzen verändert und sie teilweise vollkommen umgestaltet haben. Unsere Vorfahren kannten weder Kohlrabi noch Rosenkohl – beide Nutzpflanzen sind vom Wildkohl abgeleitete Zuchtformen. Dabei arbeitet die Evolution immer weiter, führt zu Anpassungen der Pflanzen an die Umwelt und macht auch Unkräuter und Schädlinge widerstandsfähiger. Unsere Nutzpflanzen, die Abwehrstoffe ihrer wilden Vorfahren verloren haben, können ohne die Pflege des Menschen nicht lange überleben. Es sind ständige Anstrengungen nötig, um Kulturpflanzen zu schützen und immer wieder an veränderte Bedingungen anzupassen.


        (2009-1515-4)

        Immer wichtiger wird dabei für die Landwirtschaft weltweit und auch für Bayer CropScience die moderne Pflanzenzüchtung. Dabei nutzen wir das gesamte Spektrum ihrer Möglichkeiten. Dazu gehört die Entwicklung von ertragsstarken Hybridsorten ebenso wie das so genannte Smart Breeding, mit der Züchtung schneller und zielgerichteter wird. Dazu zählt auch die Grüne Gentechnik, bei der Gene gezielt übertragen werden, und die mittlerweile auch ein wichtiges Werkzeug der Züchter ist. Alle Mittel verfolgen ebenso wie unsere klassische Züchtung das Ziel, die Ernten vor Krankheiten, Schädlingen und Unkraut zu schützen, die Erträge zu erhöhen und Eigenschaften der Pflanzen zu verbessern.


        (2009-1515-5)

        Außerhalb Europas setzt sich die Grüne Gentechnik immer weiter durch. Seit rund 13 Jahren werden gentechnisch veränderte Pflanzen weltweit in großem Maßstab angebaut, mittlerweile auf insgesamt rund 125 Millionen Hektar. Das ist fast ein Zehntel der landwirtschaftlichen Anbaufläche. Mehr als 13 Millionen Landwirte, und zwar nicht nur Großbetriebe, sondern auch Kleinbauern in Asien oder Afrika, setzen auf Saatgut der Grünen Gentechnik.

        Für den Anbau vieler Kulturpflanzen ist die Gentechnik zum Standard geworden – zum Beispiel für Sojabohnen, Mais, Baumwolle und Raps. Aber auch von weniger großflächig angebauten Kulturen gibt es gentechnisch veränderte Varianten, zum Beispiel Kürbis, Luzerne, Zuckerrüben, Tomaten, Pappeln und Papaya, und die Entwicklung schreitet rasant voran.

        Wir sehen aber auch die Hindernisse. Denn nicht alle Hoffnungen und Erwartungen konnten erfüllt werden, die man vor 20 Jahren in die Grüne Gentechnik gesetzt hat. Sie ist in wichtigen Segmenten bereits sehr erfolgreich, zum Beispiel bei der natürlichen Abwehr von Schadinsekten. Andere Ziele jedoch sind schwerer zu erreichen – zum Beispiel die Entwicklung von trockenresistenten Pflanzen oder von Pflanzen, die Dünger besser verwerten können.

        Aber wir brauchen dringend weitere Fortschritte, um den Folgen von Bevölkerungswachstum, Klimawandel und Wüstenbildung zu begegnen. Dafür ist ein langer Atem nötig, und wir kommen unseren Zielen beharrlich näher: mit Pflanzen, die resistent gegen Pilzbefall, Viren und Nematoden sind; mit Pflanzen, die besser an ungünstige Wachstumsbedingungen wie salzige und verkarstete Böden angepasst sind. In den vergangenen 20 Jahren haben wir enorm viel darüber gelernt, wie Pflanzen mit widrigen Umweltbedingungen umgehen und sich gegen Schädlinge zur Wehr setzen – und wie komplex diese nur auf den ersten Blick einfachen Organismen sind. Deshalb sind wir zuversichtlich, mit unseren Technologien einen wichtigen Beitrag zur Landwirtschaft der Zukunft leisten zu können.


        (2009-1515-6)

        Bisher konzentrieren wir uns im Geschäftsbereich BioScience auf unsere vier traditionellen Kernkulturen Baumwolle, Raps, Reis und Gemüse.


        (2009-1515-7)

        Hier vertreiben wir Spitzen-Saatgut aus unserer eigenen Forschung. In diesen vier Kulturen haben wir hohe Wachstumsraten und mittlerweile weltweit starke Positionen erreicht.


        (2009-1515-8)

        So ist der Umsatz unserer umsatzstärksten Einzelkultur, Canola – der speziell in Nordamerika angebaute Raps –, zwischen 2002 bis 2008 jährlich im Schnitt um über 20 Prozent gewachsen. In Nordamerika sind wir Marktführer mit der Hybrid-Rapssorte InVigor®. Sie bietet nicht nur direkte Vorteile für Landwirte – wie einen zuverlässig höheren Ertrag als vergleichbare andere Saatgutsorten – sondern mit der Sorte InVigor® Health auch für den Endverbraucher, weil ihr Ölprofil besonders gesund ist. Mit diesen sogenannten „Specialty Oils" bieten wir unseren Partnern in der Wertschöpfungskette maßgeschneiderte Lösungen für ihre Bedürfnisse und Anwendungen.

        Mit deutlichen Investitionen wollen wir unser Rapsgeschäft mittelfristig auch in weitere Länder ausbauen und forschen intensiv an der Weiterentwicklung.


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        Unsere zweitgrößte Kultur ist Baumwolle, die wichtigste Textilpflanze der Welt. Hier hat Bayer CropScience den Umsatz in den vergangenen Jahren um durchschnittlich 25 Prozent erhöht. Wir sind bei Baumwollsaatgut weltweit und in den USA die Nummer 1. Das Geschäft haben wir durch die Übernahme des US-Baumwollsaat-Herstellers Stoneville vor zwei Jahren entscheidend verstärkt. Jetzt kommen zunehmend Produkte aus unserer eigenen Forschung auf den Markt. So ist ein wichtiger Schritt im kommenden Jahr die Einführung unserer neuen Baumwollsorten mit Herbizidtoleranzen in den USA, die die Wahlmöglichkeiten für Landwirte bei der Herbizidanwendung weiter erhöhen werden. Aus unserer Sicht bleibt dieses Geschäft weiterhin attraktiv, auch wenn im Fokus der Öffentlichkeit derzeit vor allem Pflanzen zur Nahrungsmittelerzeugung stehen.


        (2009-1515-10)

        Am stärksten wächst das Geschäft mit unserem Hybrid-Reissaatgut mit einem jährlichen Plus von bisher durchschnittlich 38 Prozent. In diesem Segment sind wir unter den multinationalen Unternehmen mit weitem Abstand weltweit führend. Dieser Reis ist ein gutes Beispiel dafür, welche Vorteile modernes Saatgut bietet: Unser Hybridreis Arize® ist eine Hochleistungspflanze, die einen mehr als 30 Prozent höheren Ertrag liefert als herkömmliche Sorten. Der höhere Preis für dieses hochwertigere Saatgut rentiert sich für den Reisbauern um das drei- bis sechsfache. Im vergangenen Jahr haben wir erfolgreich eine Variante, Arize® Dhani, eingeführt, die gegen eine gefürchtete Blattkrankheit resistent ist. Wir werden unsere Hybridsorten mit weiteren derartigen Eigenschaften verbessern – und zum Beispiel ihre Toleranz gegen Überschwemmungen und Versalzungen erhöhen.


        (2009-1515-11)

        Auch bei Gemüse, unserem vierten Schwerpunkt, bauen wir das Geschäft stetig aus. Hier liegen wir weltweit auf Platz 4. Der enorme Zuwachs an Kenntnissen über Pflanzen, die uns die Molekularbiologie gebracht hat, unterstützt auch bei Gemüse die Züchtung. So verbessern wir in diesem Segment kontinuierlich den Geschmack, den Nährstoffgehalt sowie die Anbau- und Verarbeitungseigenschaften unser insgesamt 2.500 konventionellen Gemüsesorten. Unsere Intense™ Tomate zum Beispiel verbindet Pilz- und Virenresistenzen während des Anbaus mit sehr guten Verarbeitungseigenschaften und ist dafür mit zwei renommierten Innovations-Preisen ausgezeichnet worden. Weitere Beispiele für die Fortschritte unserer Züchter sind Melonen mit verbessertem Geschmack oder besonders ertragreiche Gurkenpflanzen – Vorteile, von denen Anbauer, die Lebensmittelkette und der Verbraucher direkt profitieren. Das Gemüsegeschäft wollen wir in regionaler Hinsicht vor allem im asiatisch-pazifischen Raum ausbauen.


        (2009-1515-12)

        Mit diesen vier klassischen Kernkulturen sind wir weltweit vertreten – mit Raps vor allem in Nordamerika, mit Baumwolle in Nord- und Lateinamerika, Indien und Südeuropa, mit Hybridreis in Asien sowie seit diesem Jahr auch in den USA, und mit unseren Gemüsesorten in mehr als 100 Ländern weltweit. Wir wollen mit diesem Portfolio zum einen regional weiter expandieren. Zum anderen wollen wir das BioScience-Geschäft aber auf weitere Kulturen ausdehnen.


        (2009-1515-13)

        Denn der Markt für Saatgut und Pflanzeneigenschaften bleibt nicht nur interessant, er wird in den kommenden Jahren stetig zulegen. Wir rechnen bis zum Jahr 2025 mit einem durchschnittlichen Marktwachstum von jährlich rund 6 Prozent.


        (2009-1515-14)

        Das bedeutet einen Anstieg von knapp 18 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 32 Milliarden Euro im Jahr 2018 und auf rund 47 Milliarden Euro im Jahr 2025.

        Nordamerika wird dabei wie schon in den vergangenen Jahren die Vorreiterrolle einnehmen, zudem wächst die Bedeutung der Entwicklungs- und Schwellenländer. Derzeit sind wir etwa in einem Viertel des Marktes für Saatgut und Pflanzeneigenschaften aktiv. Künftig wollen wir mit einem erweiterten Portfolio für knapp die Hälfte dieses Marktes direkt Produkte anbieten. Den übrigen Marktsegmenten werden wir durch die Auslizenzierung unserer Traits unsere Innovationen ebenfalls zugänglich machen und vom Wachstum dieser Bereiche profitieren.

        Auf diese Weise wollen wir in unserem Geschäftsbereich BioScience in den kommenden Jahren etwa doppelt so schnell wachsen wie der Markt.


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        Dabei sind wir auch in Zeiten der Wirtschaftskrise unverändert auf einem guten Weg: Im ersten Halbjahr hat unser BioScience-Geschäft um 17 Prozent zugelegt und damit das Wachstum der vergangenen Jahre noch beschleunigt. Das Umsatzziel für 2018 liegt bei rund 1,4 Milliarden Euro – das bedeutet in etwa eine Verdreifachung gegenüber heute. Wesentliche Wachstumstreiber sind dabei die Einführung neuer Sorten, die regionale Expansion, die Ausschöpfung des Potenzials unserer Pflanzeneigenschaften durch Auslizenzierungen und der Ausbau des Portfolios auf andere Kulturen.

        Diese Zuwächse sind unter anderem ein Ergebnis unserer erheblichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Investitionen in Anlagen und Akquisitionen. Mit 27 Prozent vom Umsatz haben wir eines der anteilsmäßig größten Budgets für Investitionen der Agrarindustrie weltweit. Und wir werden auch weiterhin konsequent in den Ausbau unseres Geschäftes investieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei nach wie vor auf Forschung und Entwicklung. Hier bauen wir unser Netzwerk an weltweiten Standorten aus.


        (2009-1515-16)

        So wird in Morrisville im US-Bundesstaat North Carolina in wenigen Wochen das zweite und für den nordamerikanischen Markt wichtige Innovationszentrum von BioScience eröffnet und unser europäisches Zentrum im belgischen Gent ergänzen. In Saskatoon im Westen Kanadas haben wir im August eine der weltweit modernsten Forschungs- und Zuchtstationen für Raps eingeweiht. Zudem betreiben wir insgesamt 80 Zucht- und Feldversuchsstationen weltweit.

        Forschung und Entwicklung treiben wir außerdem durch eine Reihe von Kooperationen mit Unternehmen und mit öffentlichen Instituten voran.


        (2009-1515-17)

        So haben wir im laufenden Jahr unsere Kooperationen weiter ausgebaut und bis heute bereits zehn neue große sowie weitere kleinere Forschungsabkommen mit Biotechnologie-Einrichtungen in China, Israel, Kanada und den USA geschlossen. Diese Zusammenschlüsse erweitern sozusagen den „Werkzeugkasten" unser Forscher und Züchter durch neue Erkenntnisse und Verfahren, haben aber auch strategische Bedeutung. Denn sie sind darauf ausgerichtet, unser Geschäft in den vier etablierten Kulturen und darüber hinaus auszuweiten.

        So haben wir im Juli eine langfristige und weitreichende Kooperation mit einem der wichtigsten Forschungsinstitute weltweit vereinbart, der „Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation" mit Sitz im australischen Canberra, kurz CSIRO.


        (2009-1515-18)

        Gemeinsam wollen wir neue Getreidesorten mit einem Schwerpunkt auf Weizen entwickeln. Weizen wird weltweit auf einer größeren Fläche angebaut als jede andere Kultur. Durch die Erfahrung von Bayer CropScience im klassischen Pflanzenschutz – bei Weizen sind wir weltweit führend – ist Bayer CropScience mit den Problemen dieser Kultur und den Bedürfnissen der Weizenfarmer vertraut.

        Gemeinsam wollen wir nun eine weltweit führende Forschungs- und Entwicklungsplattform für Getreide aufbauen. Schwerpunkte sind dabei unter anderem verbesserte Erträge, eine erhöhte Widerstandsfähigkeit und eine bessere Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Mit der CSIRO-Kooperation hat sich Bayer CropScience auf Getreide als weitere Kernkultur im BioScience-Geschäft festgelegt. Ab 2015 könnten auch bei Weizen neue Lösungen zur Verfügung stehen. Wir wollen auch für diese Kultur vollständige Lösungen von der Aussaat bis zur Ernte anbieten.

        Diese Allianz ist ein hervorragendes Beispiel für unsere intensive Kooperation mit dem öffentlichen Sektor. Dort wurden die Investitionen in die Agrarforschung in den vergangenen Jahrzehnten drastisch reduziert. Doch die Herausforderungen in der Landwirtschaft sind angesichts von Bevölkerungszuwachs und Klimawandel zu groß für einzelne Akteure. Wir suchen deshalb den partnerschaftlichen Austausch mit Experten weltweit.

        Ein weiteres wichtiges Element für den Ausbau unseres Geschäfts sind zudem Lizenzabkommen.


        (2009-1515-19)

        Durch sie erhalten Unternehmen Zugang zu unseren Technologien und bringen sie in Kulturen ein, die wir selbst nicht vermarkten. So führt die zunehmende Resistenz von Unkräutern dazu, dass unsere Herbizidtolerenz-Technologie LibertyLink® auch für andere Saatgut-Anbieter immer interessanter wird.

        Wird sie zusätzlich zu bestehenden Produkten eingesetzt, haben die Landwirte mehr Wahlmöglichkeiten bei der Unkrautbekämpfung. In den USA gibt es zum Beispiel mittlerweile mehr als 85 Saatgutunternehmen, die die LibertyLink®-Technologie für ihr Soja-Saatgut verwenden und ihren Kunden damit eine weitere zuverlässige Möglichkeit der Unkrautkontrolle bieten. Zudem erweitern wir mit Partnerschaften im Gegenzug auch unser Portfolio um weitere technologische Lösungen.

        Wichtige Vereinbarungen in diesem Zusammenhang haben wir vor wenigen Wochen mit den US-Konzernen Monsanto und DuPont geschlossen. Das gemeinsame Umsatzpotenzial unserer vier wichtigsten Lizenzabkommen, die ihre Wirkung in den kommenden Jahren entfalten werden, erwarten wir bei über 500 Millionen Euro.


        (2009-1515-20)

        Insgesamt verfolgen wir im BioScience-Bereich derzeit 56 Forschungsprojekte in sechs Kulturen. Neben unseren traditionellen Gebieten sind das zum einen die erwähnten Projekte für Weizen sowie Projekte für Sojabohnen. Wir erforschen zudem neue Lösungen für Zuckerkulturen. Die Vorhaben sind rund zur Hälfte Projekte der Grünen Gentechnik.

        Meine Damen und Herren,
        wir bauen unser Geschäft durch die Stärkung der eigenen Forschung, durch Allianzen und durch gezielte Zukäufe aus – und sind auch künftig für Akquisitionen offen. In den Investitionen in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro bis 2018, die Professor Berschauer angekündigt hat, sind solche Zukäufe noch nicht enthalten. Am wichtigsten ist in diesem Jahr bislang die geplante Übernahme der Athenix Corporation, einem Biotechnologie-Unternehmen im US-Bundesstaat North Carolina.


        (2009-1515-21)

        Mit Athenix können wir die Expertise eines der wichtigsten US-Forschungsunternehmen auf dem Gebiet der Grünen Gentechnik gewinnen. Athenix hat eine umfangreiche Forschungspipeline, zahlreiche Traits für Mais und Sojabohnen und eine umfangreiche Gen-Bibliothek. Bei Athenix arbeiten führende Wissenschaftler der Pflanzenbiotechnologie. Gemeinsam werden wir eine starke Forschungs- und Entwicklungsplattform in Nordamerika schaffen, dem derzeit wichtigsten Markt für die Pflanzenbiotechnologie.

        Ein entscheidender Aspekt zum Schluss: Dieser gezielte Ausbau des Geschäftsbereiches BioScience wird nicht zu Lasten des größten Segmentes von Bayer CropScience gehen, dem klassischen Pflanzenschutz. Im Gegenteil: Nur mit der Kombination aller Technologien können die Herausforderungen für die Landwirtschaft der Zukunft bewältigt werden. Integrierte Lösungspakete eröffnen für uns zudem signifikantes Geschäftspotenzial. In der Vergangenheit haben unsere Arbeitsgebiete BioScience und Crop Protection weitgehend unabhängig voneinander existiert. Heute wachsen sie zunehmend zusammen.


        (2009-1515-22)

        Bayer CropScience hat deshalb in den vergangenen Monaten das Portfolio-Management neu organisiert und auf Kulturen ausgerichtet. Für diese Kulturen wollen wir künftig mit einem kompletten Angebot für Landwirte von der Aussaat bis zur Ernte einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen.

        Unser BioScience-Geschäft ist davon ein wesentlicher Bestandteil.
        – Wir werden es regional ausbauen.
        – Wir werden weitere Kulturen in unser Kern-Portfolio aufnehmen.
        – Wir werden unsere Technologien auch weiter auslizenzieren und
        – Wir werden weiter signifikant in das Geschäft investieren.


        Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.



        Zukunftsgerichtete Aussagen
        Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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